Unser Sonnensystem verständlich erklärt

Unser Sonnensystem umfasst acht Planeten, die in elliptischen Bahnen um die Sonne kreisen. Dazu gehören ebenfalls die sogenannten Zwergplaneten sowie andere kleineren Objekte wie Kometen, Asteroiden und Meteroiden, die ähnlich wie die Planeten um die Sonne kreisen. Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, der Kuipergürtel außerhalb der Neptunbahn und die kugelschalenförmige Oortsche Wolke haben ebenfalls einen festen Platz in unserem Sonnensystem.

Die Sonne bildet das Fundament unseres Sonnensystems. Sie macht mit ihrem Durchmesser von 1,39 Millionen Kilometer zirka 99 Prozent seiner Gesamtmasse aus. Sie wiegt genau 1,989 · 10 hoch 30 kg und damit ist 330.000-fach schwerer als die Erde. Sie gehört zu den durchschnittlich großen Sternen aus der Familie der Hauptreihensterne, die sich im äußeren Drittel der Milchstraße befinden. Innerhalb unseres Sonnensystems ist sie verantwortlich für die Versorgung von Planeten mit genügend Licht und Wärme.

Unser Sonnensystem – Charakteristika von Planeten

Unser Sonnensystem verständlich erklärt

Als Planet wird ein Himmelskörper bezeichnet, der folgende Eigenschaften aufweist: Er verfügt über eine ausreichende Masse, dank deren er das hydrostatische Gleichgewicht erreichen kann. Seine Eigengravitation spielt hier eine große Rolle. Außerdem bewegt sich der Planet auf seiner elliptischen Bahn um die Sonne, wobei die Umlaufzeiten mithilfe von drei Keplerschen Gesetzen präzise berechnet werden können. Der Planet ist ebenfalls fähig dazu, die Umgebung seiner Bahn zu bereinigen. In unserem Sonnensystem befinden sich:

1. Innere Planeten:

Dazu gehören Merkur, Venus, Erde und Mars. Alle diesen Planeten erstrecken sich über einige hundert Millionen Kilometer Länge und sind verhältnismäßig nahe an der Sonne. Der Merkur ergibt sich mit seinem Abstand von 57,9 Millionen Kilometern (0,39 AE) als sonnennächster Planet. Alle vier Planeten weisen eine feste Oberfläche aus Gestein, hohe Dichte sowie kleinere Größe auf. Aus diesem Grund werden sie auch als erdähnlich bezeichnet.

2. Äußere Planeten:

Dazu gehören Jupiter, Saturn mit seinen Ringen, Uranus und Neptun. Deren Abstand von der Sonne beträgt von etwa einem bis 4,5 Milliarden Kilometern. Neptun mit seiner Entfernung von 4,504 Milliarden Kilometern (30,1 AE) ist heute der äußerste Planet unseres Sonnensystems. Alle vier Planeten bestehen größtenteils aus Gasen, vor allem aus Wasserstoff und Helium. Weil sie im Vergleich mit inneren Planeten größer sind, werden sie auch Gasriesen genannt.

Zwerg- und Kleinplaneten

Neben den kugelförmigen inneren und äußeren Planeten kennt unser Sonnensystem die sogenannten Zwerg- und Kleinplaneten. Diese unterschieden sich wesentlich von den großen acht Planeten aufgrund ihrer Masse, Umlaufbahn sowie Bahnebene um die Sonne.

Einen besonders interessanten Fall stellt Pluto dar. 76 Jahre lang wurde er als neunter äußerster Planet unseres Sonnensystems angesehen. Infolge der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) in Prag zählt Pluto seit dem 24. August 2006 zu den sogenannten Zwergplaneten. Mit einem Durchmesser von nur etwa 2.300 Kilometern ist er kleiner als unser Mond. Zu den bekanntesten Zwergplaneten gehören heute auch:

  • Eris
  • Makemake
  • Haumea
  • Ceres

Mit Ausnahme von Ceres, die einmal auch den Status von Planeten besaß, verfügen alle diesen Zwergplaneten mindestens über einen Mond. Pluto hat sogar fünf Monde. Im Vergleich mit den Zwergplaneten sind die Kleinplaneten noch weniger kugelförmig und sehr klein.

Größtenteils bilden sie die Form von Gesteinsbrocken mit einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern bis tausend Kilometern. Die meisten Kleinplaneten sind zu finden in dem sogenannten Asteroidengürtel zwischen der Mars- und der Jupiterbahn (zirka 400 Millionen Kilometer von der Sonne). Der größte und zugleich hellste Kleinplanet ist heute Vesta. Deren Durchmesser beträgt etwa 500 Kilometer. Dank ihrer Helligkeit von 5,5mag ist sie mit dem bloßen Auge erkennbar.

Planeten in unserem Sonnensystem

Die Grenze des Sonnensystems

Die Oortsche Wolke, auch als zirkumsolare Kometenwolke bekannt, gilt heute als die mögliche Grenze unseres Sonnensystems. Sie wurde vom niederländischen Astronomen Jan Hendrik Oort im Jahr 1950 entdeckt. Bis jetzt konnte sie jedoch nicht direkt beobachtet werden. Den hypothetischen Annahmen zufolge umschließt die Oortsche Wolke unser Sonnensystem kugelschalenförmig (fast isotrop) in einem Abstand zur Sonne bis zu 100.000 AE. Das entspricht zirka 1,6 Lichtjahren.

Von der festen Eingebundenheit der Oortschen Wolke in unser Sonnensystem kann ihre Gravitationskraft trotz enormer Entfernung zur Sonne zeugen. Ihre festen Bestandteile sind Eiskörper, Gestein und Staub, die sich zu Planeten unseres Sonnensystems nicht zusammenschließen konnten. Die Oortsche Wolke gilt zudem als einer der Ursprungsorte für Kometen, die neben Asteroiden und Meteoriten die kleinsten Himmelskörper rund um den Astroiden- und Kuipergürtel bilden.