Planetarium für zu Hause – Den Sternenhimmel ins Zimmer holen

Wer den Begriff Planetarium hört, denkt wohl in erster Linie an ein großes Gebäude mit Kuppeldach, in dem man einen künstlichen Sternenhimmel bewundern kann. Die meisten waren wahrscheinlich mal bei einem Schulausflug dort. Diese traditionelle Art von Planetarium ist jedoch nicht mehr die einzige, in der man die Sternenkonstellationen erleben kann. Astro-Fans und leidenschaftliche Sternengucker können sich heutzutage den Weg ins städtische Planetarium und das Eintrittsgeld sparen. Denn Planetarien gibt es auch für das eigene Zuhause.

Eine kurze Geschichte des Planetariums

professionelles Planetarium

Erste Apparaturen um die Bewegungen am Himmel nachzustellen gab es bereits in der Antike. Dabei handelte es sich jedoch eher um mechanische Modelle, die die Bewegung von Sonne, Mond und den Planeten zeigen sollten. 1923 wurde schließlich das erste Projektionsplanetarium der Welt vorgestellt, und zwar in München. Nach einer zweijährigen Testphase, in der es überarbeitet und fertiggestellt wurde, eröffnete es dann schließlich im Jahr 1925. Seither wurden Planetarien überall auf der Welt gebaut.

Eine neue Ära der Planetarien entstand mit der Welt der Computer. Moderne Planetarien verwenden Astronomie-Computerprogramme um Bilder zu projizieren. Damit sind sie flexibler und können den Nachthimmel nicht nur von unserem Standpunkt von der Erde aus darstellen, sondern auch so wie er von anderen, weit weit entfernten Punkten in der Galaxie sichtbar ist.

Die neueste Entwicklung im Sternengucken sind mobile Planetarien für zu Hause. Die ersten Modelle stammen aus Japan, von dem Planetariumsexperten Takayuki Ohira. Sie werden seit Mitte der 2000er Jahre auf Events und Messen verwendet. Seither entstanden auch Modelle von anderen Herstellern, mit unterschiedlichem technischem Können und in verschiedensten Preisklassen.

Das mobile Planetarium – wie funktioniert es

Heimplanetarium Homestar Pro / Star Theatre von Sega ToysEs gibt verschiedenen Arten von mobilen Planetarien. Für größere Gruppen eignen sich aufblasbare Planetarien. Das sind runde Kuppelzelte, die mit einem Kompressor aufgeblasen werden. In der Mitte steht ein größerer Projektor. In solchen Planetarien haben etwa 50 Personen Platz.

Kleinere portable Zimmerplanetarien bestehen nur aus einem etwa handtaschengroßen Projektor, der den Sternenhimmel direkt an die Zimmerdecke projiziert. Diese Version ist am einfachsten in der Handhabung. Sie ist perfekt für Leute geeignet, die einfach und unkompliziert in die Sterne schauen wollen, wann sie gerade Lust haben.

Bei solchen Heimplanetarien gibt es verschiedene Techniken: Durchlichtprojektion und Laserprojektion. Durchlichtprojektion ähnelt einem Diaprojektor, wie er früher benutzt wurde. Der Projektor leuchtet durch durchsichtige Glasscheiben, auf denen der Sternenhimmel verkleinert abgebildet ist. Das Bild auf den sogenannten Projektionsscheiben wird dann vergrößert auf der Projektionsfläche, also zum Beispiel der Zimmerdecke, sichtbar. Ein eingebauter Motor sorgt dafür, dass die Sterne sich bewegen.

Bei Laserprojektoren hingegen wird das Bild direkt von einem vorprogrammierten Laser erstellt und ins Zimmer projiziert. Für den Heimgebrauch sind Planetarien mit Durchlichtprojektion die beliebtere Variante. Das hat den Grund, dass sie sehr einfach zu bedienen sind. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie keinen Computer brauchen um ein neues Bild zu programmieren, sondern für etwas Abwechslung einfach die Projektionsscheibe gewechselt werden kann.

Benutzung

Das Planetarium hat den Zweck, den Sternenhimmel zu jeder Zeit beobachten zu können. Auch wenn das Wetter draußen nicht mitspielt und die Sterne von Wolken verdeckt sind, kann man mit einem Heimplanetarium das Naturschauspiel genießen. Für Menschen die in der Stadt leben ist es damit ideal geeignet: Durch Straßen- und Gebäudebeleuchtung ist es in der Stadt auch nachts nie ganz dunkel. Dieses Phänomen nennt man Lichtverschmutzung und es führt dazu, dass der Sternenhimmel fast nie gut sichtbar ist. Wer ein Planetarium zu Hause hat, kann trotzdem in die Sterne schauen.

Ein Tipp für die Benutzung des Zimmerplanetariums: Die ganze Wirkung zeigt sich nur in vollkommener Dunkelheit. Es lohnt sich also, den Raum im Vorhinein komplett abzudunkeln, also alle Lichter ausschalten und auch die Fenster zu verhängen.

Was sollte man beim Kauf beachten

Passend zu verschiedenen Wünschen und Bedürfnissen gibt es Heimplanetarien in unterschiedlichen Ausführungen, Qualitäten und Preisklassen. Faktoren und Kriterien wie Größe, Gewicht, Projektionsfläche und Design unterscheiden die verschiedenen Modelle und sollten vor dem Kauf beachtet werden, damit dann auch das passende Gerät mit nach Hause genommen wird.

Größe und Gewicht des Planetariums sind vor allem zu beachten, wenn geplant wird das Planetarium des Öfteren zu transportieren um es an verschiedenen Orten zu verwenden. Soll das Planetarium ohnehin als Standgerät an nur einem Ort verwendet werden, muss auf diese Faktoren kein allzu großer Wert gelegt werden.

Außer Größe und Gewicht, gibt es auch noch den Projektionsabstand und die Projektionsfläche zu beachten. Heimplanetarien haben einen maximalen Projektionsabstand. Ist der Abstand zwischen dem Projektor und der Fläche, auf die projiziert wird, größer, kann das Bild verschwommen und verzerrt erscheinen. Die Projektionsfläche gibt abhängig vom Projektionsabstand an, wie groß das Bild an der Wand ist. Bei diesen Faktoren sind natürlich die Maße des Raumes zu beachten, in dem das Zimmerplanetarium verwendet werden soll.

Außerdem gibt es die Planetarien, je nach Geschmack, natürlich in unterschiedlichen Designs. In diesem Online Magazin gibt es einen detaillierten Vergleich über verschiedene Planetarien, der bei der Auswahl des besten Gerätes hilft.

Die Preise für mobile Planetarien variieren stark, je nach Qualität und Zubehör. Für Hobby-Sternengucker gibt es günstigere Modelle schon ab 50 Euro. Für echte Liebhaber gibt es hochqualitative Geräte auch um einige tausend Euro. Diese haben dann zum Beispiel eine eigene Software mit Computer dabei. Für Kinder gibt es auch billigere Modelle ab 20 Euro. Solche eignen sich auch gut als Einschlaflicht für Babys und kleine Kinder. Insgesamt sind Planetarien eine gute Lösung für Astro-Fans, da sie deutlich kostengünstiger als die meisten Teleskope sind.

Zum Abschluss: Der beste Ort um Zimmerplanetarien  zu kaufen ist das Internet, zum Beispiel auf Amazon (https://www.amazon.de/). Dort ist die Auswahl um einiges größer als in den meisten Geschäften, die oft nur sehr wenige Modelle anbieten.