Die Planeten in unserem Sonnensystem

In unserem Sonnensystem gibt es insgesamt acht Planeten. Bis vor einigen Jahren waren es noch neun Planeten, doch eine neue Festschreibung des Begriffs führte dazu, dass Pluto seinen Status als Planet verloren hat. Er war nach der neuen Definition schlichtweg zu klein und wird seitdem als Zwergplanet angesehen. Damit ein Himmelskörper als Planet bezeichnet wird, muss er sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegen und ein ausreichend starkes Gravitationsfeld besitzen, das zumindest seine Umlaufbahn von anderen Himmelsobjekten bereinigt hat.

Außerdem ist es erforderlich, dass er ein sogenanntes hydrostatisches Gleichgewicht aufweist, wodurch der Planet immer eine kugelartige Form besitzt. Charakteristisch für einen Planeten ist ferner eine Rotation um sich selbst.

Erdähnliche Planeten im Sonnensystem

erdähnliche Planeten z.B. der MarsHinsichtlich der Planeten im Sonnensystem wird zwischen erdähnlichen Planeten und Gasplaneten unterschieden. Hierbei gibt es je vier Vertreter. Die erdähnlichen Planeten befinden sich am nächsten zur Sonne. Den geringsten Abstand zur Sonne weist der Planet Merkur auf. Er befindet sich im Durchschnitt rund 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Man spricht in diesem Zusammenhang stets von Durchschnittswerten, da die Umlaufbahn eines Planeten um die Sonne in der Gestalt einer Ellipse verläuft, weshalb sich der Abstand kontinuierlich während des Bahnverlaufs verändert.

Merkur benötigt für die Absolvierung der Umlaufbahn um die Sonne 88 Tage und weist eine Geschwindigkeit von rund 170.000 km/h auf. Er ist damit der schnellste Planet im Sonnensystem. Außerdem beträgt sein Durchmesser etwa 4.900 Kilometer. Dadurch ist Merkur nur wenig größer als der Mond der Erde. Zu seinen Merkmalen gehören ferner ein Eisenkern im Inneren und eine dünne Atmosphäre.

Der zweitnächste Planet zur Sonne ist die Venus. Sie besitzt eine Atmosphäre, die zu knapp 97 Prozent aus Kohlenstoffdioxid besteht. Weitere Bestandteile der Atmosphäre sind Stickstoff und Schwefeldioxid. Ihr Abstand zur Sonne beträgt ca. 108 Millionen Kilometer und ein Erdenjahr hat auf der Venus 225 Tage. Außerdem ist es sehr heiß auf der Venus. So beläuft sich die mittlere Temperatur auf dem Planeten auf 464 Grad Celsius. Mit einem Durchmesser von ca. 12.100 Kilometern ist die Venus ähnlich groß wie die Erde.

Der drittnächste Planet zur Sonne ist die Erde. Sie ist zugleich der fünftgrößte Planet des Sonnensystems und zwei Drittel der Oberfläche sind mit Wasser bedeckt. Man spricht deshalb auch oftmals vom „Blauen Planeten“. Die Atmosphäre besteht zu knapp 80 Prozent aus Stickstoff und zu fast 21 Prozent aus Sauerstoff. Der Planet besitzt mit dem Mond einen natürlichen Satelliten, der ihn umkreist. Die Wissenschaft geht heutzutage davon aus, dass der Mond durch den Zusammenstoß der Erdkugel mit einem Protoplaneten entstanden ist. Das Alter der Erde beträgt rund 4,6 Milliarden Jahre. Ein Wert, der auf alle Planeten im Sonnensystem zutrifft.

Der nächste Nachbar des „Blauen Planeten“ ist der Mars, der ebenfalls zu den erdähnlichen Planeten gezählt wird. Er ist nur etwa halb so groß wie die Erdkugel. Markant ist die rot erscheinende Oberfläche des Mars. Außerdem besitzt der Planet zwei Monde und ein Erdenjahr auf dem Mars hat 687 Tage. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Planet um die Sonne bewegt, beträgt knapp 87.000 km/h. Zwar ist der Mars nur der zweitkleinste Planet im Sonnensystem, doch dafür weist er die höchsten Vulkane aller Planeten auf.

Die vier Gasplaneten im Sonnensystem

der Gasplanet SaturnDer größte Planet des Sonnensystems ist der Jupiter. Er weist einen Durchmesser von etwa 143.000 Kilometern auf. Mit einer Umlaufgeschwindigkeit um die Sonne von rund 47.000 km/h ist er nur etwa halb so schnell wie der Mars. Für eine Umrundung benötigt Jupiter knapp 12 Jahre. Benannt wurde der Planet nach Jupiter, dem obersten Gott innerhalb der römischen Religion.

Ebenfalls ein Gasplanet ist der Saturn. Markant sind seine gut sichtbaren Ringe, weshalb er auch den Beinamen „Ringplanet“ trägt. Die Ringe des Saturn wurden bereits von Galileo Galilei zu Beginn des 17. Jahrhunderts entdeckt. Er ist der zweitgrößte Planet des Sonnensystems und weist einen Durchmesser von ca. 120.500 Kilometern auf. Der Hauptbestandteil des Saturn ist Wasserstoff. Zudem weist der Planet über 60 Monde auf. Der größte Mond ist der Titan, der einen Durchmesser von knapp 5200 Kilometern besitzt. Dies entspricht fast der Hälfte des Erdendurchmessers. Entdeckt wurde der Mond durch den niederländischen Astronomen Christiaan Huygens im 17. Jahrhundert.

Der siebte Planet des Sonnensystems, wenn man den Abstand zur Sonne als Kriterium nimmt, ist Uranus. Auch dieser Planet hat wie die anderen Gasplaneten keine feste Oberfläche. In seiner Atmosphäre weist Uranus vor allem Wasserstoff auf. Außerdem besteht die Atmosphäre noch aus Helium und Methan. Seine Entfernung zur Sonne beträgt rund 2,9 Milliarden Kilometer und sein Entdecker ist der Astronom Wilhelm Herschel.

Benannt wurde der Planet wiederum nach „Uranos“, einer Göttergestalt im Rahmen der griechischen Mythologie. Er bewegt sich etwa viermal langsamer um die Sonne als die Erdkugel. Hierdurch benötigt Uranus für eine Umrundung der Sonne rund 84 Jahre.

Der am weitesten von der Sonne entfernte Planet ist Neptun. So beträgt die Entfernung zur Sonne rund 4,5 Milliarden Kilometer. Sein Durchmesser beläuft sich auf knapp 50.000 Kilometer, wodurch er etwa viermal so groß wie die Erde ist. Außerdem ist Neptun der viertgrößte Planet des Sonnensystems. Seinen Namen verdankt er dem römischen Gott des Meeres. Aktuell sind 14 Monde des Neptun bekannt, wobei der größte Mond des Planeten den Namen „Triton“ trägt. Von allen Planeten weist Neptun die langsamste Umlaufgeschwindigkeit auf. Sie beläuft sich auf knapp 20.000 km/h.