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Wie funktioniert Körperpflege in der Schwerelosigkeit

Für uns Menschen auf der Erde ist es selbstverständlich, dass man ohne Weiteres Duschen, Zähneputzen oder einfach sein liebstes Körperöl auftragen kann. Im Weltraum unter der Bedingung der Schwerelosigkeit muss man da schon spezielle Methoden anwenden, um der Körperpflege nachzugehen.

Alle Gegebenheiten werden von der Schwerelosigkeit beeinflusst. Dieser Zustand ist für den menschlichen Körper nicht geschaffen, dieser muss sich erst einmal an die Bedingungen gewöhnen und anpassen. Verzichten Astronauten komplett auf eine Dusche? Und wie sieht es mit Rasieren und Co aus? Ist Zähneputzen im All möglich?

Was bedeutet Schwerelosigkeit?

Körperpflege bei Schwerelosigkeit

Unter Schwerelosigkeit versteht man den Zustand eines Körpers, der keine Kraftwirkung spürt. Tagtäglich spüren wir die Schwerkraft, da wir auf der Erde bleiben und nicht davonfliegen. Das Gravitationsgesetz von Newton besagt: Je weiter wir uns von der Erde entfernen, desto schwächer wird die Schwerkraft.

Durch Schwerelosigkeit wird der Orientierungssinn verwirrt, denn dieser fällt nach der Schwerkraft weg. Astronauten können sich im All nur noch zur Fortbewegung visuell orientieren. Folgen der Schwerelosigkeit sind das Herumschweben sämtlicher Dinge, angefangen bei den Astronauten bis hin zur Zahnpasta oder einem Wassertropfen. Der Umgang mit Schwerelosigkeit muss im All also richtig gelernt sein.

Ist Körperpflege bei Schwerelosigkeit möglich?

Verzichten Astronauten wirklich monatelang auf eine Dusche oder gibt es mittlerweile Möglichkeiten bei Schwerelosigkeit seiner täglichen Körperpflege nachzukommen?

Wie duschen Astronauten?

In den 70er Jahren gab es spezielle Duschsäcke, diese nutzten Astronauten, um sich mit einem Wasserstrahl zu reinigen. Allerdings traten immer wieder Wassertropfen aus, welche dann herumgeflogen sind und so die Elektronik gefährden konnten. Deshalb wurde das „Duschsack-System“ wieder verworfen. Heutzutage nutzen Astronauten schlichtweg feuchte Tücher, um ihrer täglichen Körperpflege bei Schwerelosigkeit nachgehen zu können.

Es wird aber immer wieder an neuen Methoden gefeilt, um die Körperpflege im All weiterentwickeln zu können. Beispielsweise gibt es ein Reinigungssystem, das aus einem Duschkopf besteht. Auf diesem ist ein Schwamm sowie ein Gebläse montiert. Das Wasser verreibt der Astronaut dann auf seiner Haut. Jeder Tropfen, der sich löst, wird sofort abgesaugt.

Mit Wasser muss sehr sparsam umgegangen werden, da es ein sehr begrenztes Gut ist. Es zählt zu den wertvollsten Mitteln an Bord und muss so oft wie möglich wieder verwendet werden. Um Wasser zu sparen, haben Astronauten ein spezielles Shampoo zur Haarwäsche. Dieses wird wie normales Shampoo angewendet, aber nicht ausgespült, sondern einfach mit einem Tuch abgewischt.

Die Haut der Astronauten benötigt eine besondere Pflege. Da die Haut im Weltraum viel schneller austrocknet, gibt es spezielle Lotionen. Trotz der intensiven Pflege verliert ein Astronaut pro Tag drei Gramm Haut – das ist doppelt so viel wie auf der Erde. Zum Abtrocknen gibt es Tücher, welche aber nicht gewaschen werden können. Diese kommen in den Müll und werden entsorgt. Muss es sehr schnell gehen, so nehmen Astronauten spezielle Handtücher, die schon leicht angefeuchtet sind. Dazu braucht man nur wenig Wasser und Seife.

Wo und wie geht der Astronaut auf die Toilette?

Der Toilettengang im All ist eine richtige Herausforderung. Verschiedene Systeme der Weltraumtoilette wurden seit Beginn der Raumfahrt entwickelt und benutzt. Dadurch, dass Astronauten viel trinken, müssen diese auch oftmals auf die Toilette. Das WC arbeitet wie ein Staubsauger. Der Urin wird eingezogen und recycelt, sodass Passagiere wieder Trinkwasser haben. Wie schon vorhin erwähnt, ist Wasser ein wichtiges aber begrenztes Gut im All.

Der Stuhl kommt in einem Weltraummülleimer. Diese werden circa alle zehn Tage entleert. Im Jahr 2016 veranstaltete die NASA einen Ideenwettbewerb, um das Problem der Raumfahrt zu lösen: die Erleichterung der hygienischen Standards. Man hoffte auf innovative Vorschläge, um das Leben im All für Astronauten zu erleichtern.

Körperpflege der Astronauten in der ISS

Rasieren, Zähneputzen und Co – was ist wie möglich?

Auf der ISS (Internationalen Space Station) ist die Zahnpflege sehr wichtig, denn durch die verringerte Speichelabsonderung besteht eine erhöhte Zahnbelastungsgefahr. Dazu gehören herumschwirrende Zahnbürsten und Kämme zum Alltag. Deshalb müssen diverse Hygieneartikel wieder in die dafür vorgesehenen fixierten Behältnisse gelegt werden.

Jede Crew wird mit einem Set für Körperpflege ausgestattet. Dieses beinhaltet beispielsweise Zahnbürsten, Rasiermesser, Kämme, Lotionen, Shampoo, Zahnpasta und einen Spiegel. Teils können Astronauten auch persönliche Pflegeprodukte mit in das All transportieren, um notwendige psychische Stabilität zu sichern.

Die Nassrasur ist bei Schwerelosigkeit gut geeignet, denn die Bartstoppeln bleiben im Schaum fixiert. Mit einem Tuch kann dann der Schaum abgewischt werden und schon hat man im Weltall eine Nassrasur gemeistert. Eine Elektrorasur ist ebenfalls möglich. Wichtig ist dabei, dass sich ein Absaugrohr in unmittelbarer Nähe befindet. Auch das Haare schneiden muss mit Spezialwerkzeugen erfolgen, sonst könnten Haare die Geräte schnell verstopfen.

Wie putzt man im Weltall richtig?

Auch das Putzen muss von Astronauten genauestens gelernt werden. Wird zum Beispiel eine giftige Flüssigkeit verschüttet, gibt es spezielle Vorgehensweisen. Astronauten müssen strenge Sicherheitsvorkehrungen beachten.

Fazit

Die alltäglichsten Dinge sind im Weltraum also zurecht eine große Herausforderung. Aber mit etwas Übung ist es für Astronauten kein Problem, sich an diese besonderen Gegebenheiten anzupassen.

Die Mondfinsternis einfach erklärt

Rund zweimal im Jahr stehen Mond, Erde und Sonne in einer Linie. Der Schatten der Erde wird auf den Mond geworfen und das Licht der Sonne wird gebrochen. Wir sehen eine Mondfinsternis. Auch dieses Jahr ist es bald wieder so weit. Verschiedene Teleskope versprechen eine ganz besondere Sicht auf dieses Spektakel.

Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Der Mond umkreist die Erde auf seiner Bahn. Er reflektiert das Licht der Sonne und erstrahlt für uns als zunehmende oder abnehmende Sichel. Wenn Mond, Sonne und Erde in einer Linie sind, verschwindet der Mond im Schatten der Erde. Eine einfache Animation hilft, um sich das Ganze besser vorstellen zu können.

Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond entstehen. Da die Umlaufbahn des Mondes leicht geneigt ist, findet die Mondfinsternis jedoch nicht bei jedem Vollmond statt. Damit alle drei Himmelskörper in einer Linie sind, muss der Mond sich in der Nähe eines sogenannten Mondknotens befinden. Mondknoten sind die beiden Punkte, wo sich die Erdumlaufbahn und die Mondbahn schneiden.

Bei einer Mondfinsternis bietet sich im Gegensatz zur Sonnenfinsternis überall auf der Welt der selbe Anblick. Der Mond muss einfach zum Zeitpunkt der Finsternis über dem Horizont sein. Bei jeder Sonnenfinsternis kommt es vier Wochen davor und danach zu einer Mondfinsternis.

Die Berechnung zur Vorhersage einer Mondfinsternis ist schwierig. Die Bahn der Himmelskörper kann nur approximativ bestimmt werden. Anhand von Beobachtungen können diese Vorhersagen dann bestätigt oder verbessert werden. Auch der Schattenwurf der Erde und die Brechung des Sonnenlichts werden bei der Berechnung vernachlässigt.

Formen der Mondfinsternis

Nicht jede Mondfinsternis ist gleich. Je nach Lage des Mondes tritt er in einen unterschiedlichen Bereich des Erdschattens. Es wird unterschieden zwischen dem Kernschatten, dem Halbschatten und dem Bereich außerhalb des Erdschattens. Es können drei Arten von Mondfinsternissen entstehen: die Halbschattenfinsternis, die partielle Kernschattenfinsternis und die totale Kernschattenfinsternis.

Halbschattenfinsternis

Mond, Erde und Sonne befinden sich nicht genau in einer Linie. Der Mond wandert durch den Halbschatten der Erde. Nur ein Teil des Sonnenlichts wird durch die Erde zurückgehalten. Der Vollmond erscheint einfach etwas dunkler als gewöhnlich. Die Halbschattenfinsternis wird deshalb oft nicht als solche erkannt.

Eine totale Halbschattenfinsternis ist sehr selten, da der Ring des Halbschattens ungefähr dem Durchmesser des Mondes entspricht. Eine Halbschattenfinsternis ist deshalb auch viel kürzer als eine totale Mondfinsternis.

Partielle Kernschattenfinsternis

Nur ein Teil des Mondes wird dunkel, da die Linie Mond, Erde und Sonne nicht ganz gerade ist. Nur dieser dunkle Teil befindet sich im Kernschatten der Erde und wird nicht mehr direkt von der Sonne beleuchtet. Der schattierte Bereich erscheint meist in einer orangen Farbe. Der helle Teil befindet sich wie bei der Halbschattenfinsternis einfach im Halbschatten der Erde und erscheint etwas dunkler als gewöhnlich.

Partielle Kernschattenfinsternis

Totale Kernschattenfinsternis

Bei einer totalen Mondfinsternis befindet sich die gesamte zur Erde gerichtete Seite des Mondes für einige Zeit im Kernschatten der Erde. Es fällt zwar kein direktes Sonnenlicht auf den Mond, aber trotzdem können wir ihn dank ein paar gebrochenen Sonnenstrahlen sehen.

Die totale Mondfinsternis wird auch Blutmond genannt, da der Mond in roter Farbe erleuchtet. Die Sonnenstrahlen werden durch die Erdatmosphäre so gebrochen, dass nur noch der langwellige rote Lichtanteil bei der Erde ankommt.

Der Verlauf der Mondfinsternis beginnt mit dem Eintritt in den Halbschatten. Es folgt der Eintritt in den Kernschatten bis zum Beginn der Totalität. Danach tritt der Mond langsam wieder aus dem Kernschatten aus, bis er auch aus dem Halbschatten verschwunden ist.

Der Durchmesser des Kernschattens der Erde ist etwas dreimal so groß wie der Durchmesser des Mondes. Eine totale Verfinsterung dauert etwa 100 Minuten. Wenn der Mond am oberen oder unteren Rand des runden Schattens durchzieht, geht die totale Mondfinsternis weniger lang.

Totale Kernschattenfinsternis - Blutmond

Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Damit du auch ja keine Mondfinsternis verpasst alle Termine auf einen Blick:

Datum Form Ortszeit Europa/Berlin* Sichtbarkeit
27. – 28. Jul 2018 totale Mondfinsternis 19:14 Uhr – 1:28 Uhr Großteil von Europa, Großteil von Asien, Australien, Afrika, Süd in Nordamerika, Südamerika, Pazifik, Atlantik, Ind. Ozean, Antarktis
20.- 21. Jan 2019 totale Mondfinsternis 3:36 Uhr – 8:48 Uhr Europa, Asien,  Afrika, Nordamerika, Südamerika, Pazifik, Atlantik, Ind. Ozean, Arktis
16. – 17. Jul 2019 partielle Mondfinsternis 20:43 Uhr – 2:17 Uhr Großteil von Europa, Großteil von Asien, Australien, Afrika, Süd/Ost Nordamerika, Südamerika, Pazifik, Atlantik, Ind. Ozean, Antarktis
10. – 11. Jan 2020 Halbschatten- finsternis 18:07 Uhr – 22:12 Uhr Europa, Asien, Australien, Afrika, Großteil von Nordamerika, Ost in Südamerika, Pazifik, Atlantik, Ind. Ozean, Arktis
5. – 6. Jun 2020 Halbschatten-

finsternis

19:45 Uhr – 23:04 Uhr Großteil von Europa, Großteil von Asien, Australien, Afrika, Süd/Ost Südamerika, Pazifik, Atlantik, Ind. Ozean, Antarktis

* Achtung je nach Sonnenaufgang- oder untergang ist die Mondfinsternis in dieser Zeitzone leider nicht sichtbar.

Die totale Mondfinsternis am 27. Juli ist die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Abstand zwischen der Erde und dem Mond und zwischen der Erde und der Sonne ist in dieser Nacht speziell groß. Die Mondfinsternis ist in Teilen Europas (auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz) zu sehen.

Möchtest du dieses Naturphänomen für die Ewigkeit festhalten, dann kannst du die Mondfinsternis mit einer Spiegelreflexkamera festhalten. So kannst du auch deine Familie und Freunde an diesem Erlebnis teilhaben lassen. Nun bist du perfekt gewappnet für die nächste Mondfinsternis.

Die Planeten in unserem Sonnensystem

In unserem Sonnensystem gibt es insgesamt acht Planeten. Bis vor einigen Jahren waren es noch neun Planeten, doch eine neue Festschreibung des Begriffs führte dazu, dass Pluto seinen Status als Planet verloren hat. Er war nach der neuen Definition schlichtweg zu klein und wird seitdem als Zwergplanet angesehen. Damit ein Himmelskörper als Planet bezeichnet wird, muss er sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegen und ein ausreichend starkes Gravitationsfeld besitzen, das zumindest seine Umlaufbahn von anderen Himmelsobjekten bereinigt hat.

Außerdem ist es erforderlich, dass er ein sogenanntes hydrostatisches Gleichgewicht aufweist, wodurch der Planet immer eine kugelartige Form besitzt. Charakteristisch für einen Planeten ist ferner eine Rotation um sich selbst.

Erdähnliche Planeten im Sonnensystem

erdähnliche Planeten z.B. der MarsHinsichtlich der Planeten im Sonnensystem wird zwischen erdähnlichen Planeten und Gasplaneten unterschieden. Hierbei gibt es je vier Vertreter. Die erdähnlichen Planeten befinden sich am nächsten zur Sonne. Den geringsten Abstand zur Sonne weist der Planet Merkur auf. Er befindet sich im Durchschnitt rund 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Man spricht in diesem Zusammenhang stets von Durchschnittswerten, da die Umlaufbahn eines Planeten um die Sonne in der Gestalt einer Ellipse verläuft, weshalb sich der Abstand kontinuierlich während des Bahnverlaufs verändert.

Merkur benötigt für die Absolvierung der Umlaufbahn um die Sonne 88 Tage und weist eine Geschwindigkeit von rund 170.000 km/h auf. Er ist damit der schnellste Planet im Sonnensystem. Außerdem beträgt sein Durchmesser etwa 4.900 Kilometer. Dadurch ist Merkur nur wenig größer als der Mond der Erde. Zu seinen Merkmalen gehören ferner ein Eisenkern im Inneren und eine dünne Atmosphäre.

Der zweitnächste Planet zur Sonne ist die Venus. Sie besitzt eine Atmosphäre, die zu knapp 97 Prozent aus Kohlenstoffdioxid besteht. Weitere Bestandteile der Atmosphäre sind Stickstoff und Schwefeldioxid. Ihr Abstand zur Sonne beträgt ca. 108 Millionen Kilometer und ein Erdenjahr hat auf der Venus 225 Tage. Außerdem ist es sehr heiß auf der Venus. So beläuft sich die mittlere Temperatur auf dem Planeten auf 464 Grad Celsius. Mit einem Durchmesser von ca. 12.100 Kilometern ist die Venus ähnlich groß wie die Erde.

Der drittnächste Planet zur Sonne ist die Erde. Sie ist zugleich der fünftgrößte Planet des Sonnensystems und zwei Drittel der Oberfläche sind mit Wasser bedeckt. Man spricht deshalb auch oftmals vom „Blauen Planeten“. Die Atmosphäre besteht zu knapp 80 Prozent aus Stickstoff und zu fast 21 Prozent aus Sauerstoff. Der Planet besitzt mit dem Mond einen natürlichen Satelliten, der ihn umkreist. Die Wissenschaft geht heutzutage davon aus, dass der Mond durch den Zusammenstoß der Erdkugel mit einem Protoplaneten entstanden ist. Das Alter der Erde beträgt rund 4,6 Milliarden Jahre. Ein Wert, der auf alle Planeten im Sonnensystem zutrifft.

Der nächste Nachbar des „Blauen Planeten“ ist der Mars, der ebenfalls zu den erdähnlichen Planeten gezählt wird. Er ist nur etwa halb so groß wie die Erdkugel. Markant ist die rot erscheinende Oberfläche des Mars. Außerdem besitzt der Planet zwei Monde und ein Erdenjahr auf dem Mars hat 687 Tage. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Planet um die Sonne bewegt, beträgt knapp 87.000 km/h. Zwar ist der Mars nur der zweitkleinste Planet im Sonnensystem, doch dafür weist er die höchsten Vulkane aller Planeten auf.

Die vier Gasplaneten im Sonnensystem

der Gasplanet SaturnDer größte Planet des Sonnensystems ist der Jupiter. Er weist einen Durchmesser von etwa 143.000 Kilometern auf. Mit einer Umlaufgeschwindigkeit um die Sonne von rund 47.000 km/h ist er nur etwa halb so schnell wie der Mars. Für eine Umrundung benötigt Jupiter knapp 12 Jahre. Benannt wurde der Planet nach Jupiter, dem obersten Gott innerhalb der römischen Religion.

Ebenfalls ein Gasplanet ist der Saturn. Markant sind seine gut sichtbaren Ringe, weshalb er auch den Beinamen „Ringplanet“ trägt. Die Ringe des Saturn wurden bereits von Galileo Galilei zu Beginn des 17. Jahrhunderts entdeckt. Er ist der zweitgrößte Planet des Sonnensystems und weist einen Durchmesser von ca. 120.500 Kilometern auf. Der Hauptbestandteil des Saturn ist Wasserstoff. Zudem weist der Planet über 60 Monde auf. Der größte Mond ist der Titan, der einen Durchmesser von knapp 5200 Kilometern besitzt. Dies entspricht fast der Hälfte des Erdendurchmessers. Entdeckt wurde der Mond durch den niederländischen Astronomen Christiaan Huygens im 17. Jahrhundert.

Der siebte Planet des Sonnensystems, wenn man den Abstand zur Sonne als Kriterium nimmt, ist Uranus. Auch dieser Planet hat wie die anderen Gasplaneten keine feste Oberfläche. In seiner Atmosphäre weist Uranus vor allem Wasserstoff auf. Außerdem besteht die Atmosphäre noch aus Helium und Methan. Seine Entfernung zur Sonne beträgt rund 2,9 Milliarden Kilometer und sein Entdecker ist der Astronom Wilhelm Herschel.

Benannt wurde der Planet wiederum nach „Uranos“, einer Göttergestalt im Rahmen der griechischen Mythologie. Er bewegt sich etwa viermal langsamer um die Sonne als die Erdkugel. Hierdurch benötigt Uranus für eine Umrundung der Sonne rund 84 Jahre.

Der am weitesten von der Sonne entfernte Planet ist Neptun. So beträgt die Entfernung zur Sonne rund 4,5 Milliarden Kilometer. Sein Durchmesser beläuft sich auf knapp 50.000 Kilometer, wodurch er etwa viermal so groß wie die Erde ist. Außerdem ist Neptun der viertgrößte Planet des Sonnensystems. Seinen Namen verdankt er dem römischen Gott des Meeres. Aktuell sind 14 Monde des Neptun bekannt, wobei der größte Mond des Planeten den Namen „Triton“ trägt. Von allen Planeten weist Neptun die langsamste Umlaufgeschwindigkeit auf. Sie beläuft sich auf knapp 20.000 km/h.

Unser Sonnensystem verständlich erklärt

Unser Sonnensystem umfasst acht Planeten, die in elliptischen Bahnen um die Sonne kreisen. Dazu gehören ebenfalls die sogenannten Zwergplaneten sowie andere kleineren Objekte wie Kometen, Asteroiden und Meteroiden, die ähnlich wie die Planeten um die Sonne kreisen. Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, der Kuipergürtel außerhalb der Neptunbahn und die kugelschalenförmige Oortsche Wolke haben ebenfalls einen festen Platz in unserem Sonnensystem.

Die Sonne bildet das Fundament unseres Sonnensystems. Sie macht mit ihrem Durchmesser von 1,39 Millionen Kilometer zirka 99 Prozent seiner Gesamtmasse aus. Sie wiegt genau 1,989 · 10 hoch 30 kg und damit ist 330.000-fach schwerer als die Erde. Unsere Sonne gehört zu den durchschnittlich großen Sternen aus der Familie der Hauptreihensterne, die sich im äußeren Drittel der Milchstraße befinden. Innerhalb unseres Sonnensystems ist sie verantwortlich für die Versorgung von Planeten mit genügend Licht und Wärme.

Unser Sonnensystem – Charakteristika von Planeten

Unser Sonnensystem verständlich erklärt

Als Planet wird ein Himmelskörper bezeichnet, der folgende Eigenschaften aufweist: Er verfügt über eine ausreichende Masse, dank deren er das hydrostatische Gleichgewicht erreichen kann. Seine Eigengravitation spielt hier eine große Rolle. Außerdem bewegt sich der Planet auf seiner elliptischen Bahn um die Sonne, wobei die Umlaufzeiten mithilfe von drei Keplerschen Gesetzen präzise berechnet werden können. Der Planet ist ebenfalls fähig dazu, die Umgebung seiner Bahn zu bereinigen. In unserem Sonnensystem befinden sich:

1. Innere Planeten:

Dazu gehören Merkur, Venus, Erde und Mars. Alle diesen Planeten erstrecken sich über einige hundert Millionen Kilometer Länge und sind verhältnismäßig nahe an der Sonne. Der Merkur ergibt sich mit seinem Abstand von 57,9 Millionen Kilometern (0,39 AE) als sonnennächster Planet. Alle vier Planeten weisen eine feste Oberfläche aus Gestein, hohe Dichte sowie kleinere Größe auf. Aus diesem Grund werden sie auch als erdähnlich bezeichnet.

2. Äußere Planeten:

Dazu gehören Jupiter, Saturn mit seinen Ringen, Uranus und Neptun. Deren Abstand von der Sonne beträgt von etwa einem bis 4,5 Milliarden Kilometern. Neptun mit seiner Entfernung von 4,504 Milliarden Kilometern (30,1 AE) ist heute der äußerste Planet unseres Sonnensystems. Alle vier Planeten bestehen größtenteils aus Gasen, vor allem aus Wasserstoff und Helium. Weil sie im Vergleich mit inneren Planeten größer sind, werden sie auch Gasriesen genannt.

Zwerg- und Kleinplaneten

Neben den kugelförmigen inneren und äußeren Planeten kennt unser Sonnensystem die sogenannten Zwerg- und Kleinplaneten. Diese unterschieden sich wesentlich von den großen acht Planeten aufgrund ihrer Masse, Umlaufbahn sowie Bahnebene um die Sonne.

Einen besonders interessanten Fall stellt Pluto dar. 76 Jahre lang wurde er als neunter äußerster Planet unseres Sonnensystems angesehen. Infolge der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) in Prag zählt Pluto seit dem 24. August 2006 zu den sogenannten Zwergplaneten. Mit einem Durchmesser von nur etwa 2.300 Kilometern ist er kleiner als unser Mond. Zu den bekanntesten Zwergplaneten gehören heute auch:

  • Eris
  • Makemake
  • Haumea
  • Ceres

Mit Ausnahme von Ceres, die einmal auch den Status von Planeten besaß, verfügen alle diesen Zwergplaneten mindestens über einen Mond. Pluto hat sogar fünf Monde. Im Vergleich mit den Zwergplaneten sind die Kleinplaneten noch weniger kugelförmig und sehr klein.

Größtenteils bilden sie die Form von Gesteinsbrocken mit einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern bis tausend Kilometern. Die meisten Kleinplaneten sind zu finden in dem sogenannten Asteroidengürtel zwischen der Mars- und der Jupiterbahn (zirka 400 Millionen Kilometer von der Sonne). Der größte und zugleich hellste Kleinplanet ist heute Vesta. Deren Durchmesser beträgt etwa 500 Kilometer. Dank ihrer Helligkeit von 5,5mag ist sie mit dem bloßen Auge erkennbar.

Planeten in unserem Sonnensystem

Die Grenze des Sonnensystems

Die Oortsche Wolke, auch als zirkumsolare Kometenwolke bekannt, gilt heute als die mögliche Grenze unseres Sonnensystems. Sie wurde vom niederländischen Astronomen Jan Hendrik Oort im Jahr 1950 entdeckt. Bis jetzt konnte sie jedoch nicht direkt beobachtet werden. Den hypothetischen Annahmen zufolge umschließt die Oortsche Wolke unser Sonnensystem kugelschalenförmig (fast isotrop) in einem Abstand zur Sonne bis zu 100.000 AE. Das entspricht zirka 1,6 Lichtjahren.

Von der festen Eingebundenheit der Oortschen Wolke in unser Sonnensystem kann ihre Gravitationskraft trotz enormer Entfernung zur Sonne zeugen. Ihre festen Bestandteile sind Eiskörper, Gestein und Staub, die sich zu Planeten unseres Sonnensystems nicht zusammenschließen konnten. Die Oortsche Wolke gilt zudem als einer der Ursprungsorte für Kometen, die neben Asteroiden und Meteoriten die kleinsten Himmelskörper rund um den Astroiden- und Kuipergürtel bilden.

Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1 – klassisches Newton-Spiegelteleskop

Der Sternenhimmel übt eine ganz eigene Faszination auf uns Menschen aus. Er weckt Sehnsüchte nach unendlicher Weite und so mancher möchte selber die Geheimnisse des Alls entdecken. Der erste Schritt in diese Richtung ist das eigene Teleskop. Ein Teleskop, mit dem man die ersten Schritte in die Astronomie wagen kann, wäre z.B. das Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1.

Das Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1 in Zahlen

Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1 bei Amazon ansehenDas Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1* ist ein klassisches Spiegelteleskop nach Newton. Hier die wichtigsten Daten zusammengefasst:

  • Öffnung (mm): 114
  • Brennweite (mm): 900
  • Öffnungsverhältnis: 7,9
  • Auflösungsvermögen (Bogensekunden): 1,01
  • Grenzgröße: 12,1
  • Lichtsammelvermögen: 270
  • Max. sinnvolle Vergrößerung: 230

Mit dem 114 mm Spiegel des Omegon Teleskops N 114/900 EQ-1 sind sehr genaue und scharfe Beobachtungen an Nachthimmel möglich. Du kannst Dir zum Beispiel die Ringe des Saturn anschauen oder einen Blick auf die Monde des Jupiter werfen und natürlich auch den Mars studieren. Dabei hilft Dir das 10 mm oder das 25 mm Okular. Das bedeutet eine Vergrößerung um den Faktor 36 (25 mm Okular) oder 90 (10 mm Okular).

Zum Auffinden Deiner Studienobjekte benutzt Du den den Sucher. Bei der genauen Justierung hilft Dir ein integriertes Fadenkreuz. Dank des Gegengewichtes bleiben Dir ruckartige Korrekturbewegungen erspart. Die zwei Barlowlinsen verdoppeln den Vergrößerungsfaktor.

Außerdem lässt sich das Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1 mit fast jedem Standartokular erweitern. Das ganze Teleskop wird vom mitgelieferten Dreibeistativ getragen.

Die Vor- und Nachteile des Omegon Teleskop

Das Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1 gehört nicht zu den Teleskopen der Superlative. Es ist jedoch sehr gut verarbeitet und recht stabil. Außerdem gibt es sehr nützliches Zubehör. Hierzu gehört auch ein Adapter für Smartphones. Leider weist das Stativ nicht die gewünschte Stabilität auf. Es gerät sehr leicht bei Berührungen ins Schwingen.

Die schnelle Schwingungsberuhigung sorgt wiederum nur für kleine Beobachtungspausen. Das Verhältnis von Preis und Leistung ist bei dem Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1 angemessen.

Ein kleines Fazit

Das Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1* ist alles in allem ein hervorragendes Modell für die Einsteiger. Es reicht aus, um die ersten Schritte zum Beobachten der Sterne zu meistern. Allerdings wird es irgendwann nicht mehr den steigenden Ansprüchen gerecht und kann dann an die jüngeren Familienmitglieder weitergereicht werden. Für ein kostengünstiges Einsteigermodell ist es jedoch sehr gut ausgestattet.

Omegon Teleskop N 114/900 EQ-1, Spiegelteleskop mit 114mm Öffnung und 900mm Brennweite
  • Optimal für den Einstieg in die Welt der Astronomie: Fernrohr sammelt 265x mehr Licht, als das Auge.