Geozentrisch zu Heliozentrisch: Wie das Fernrohr das Weltbild veränderte

Wie hat sich das Weltbild durch die Erfindung des Fernrohrs verändert? Als Galileo Galilei vor über 400 Jahren das Fernrohr erfand, konnten weder er noch andere wissen, dass dies weit mehr als eine harmlose Erfindung sein sollte. Durch die Erfindung des Fernrohres war die Menschheit nun in der Lage, die Sterne genau zu erblicken und das Weltall zu erkunden.

Galilei gelang es dadurch herauszufinden, dass nicht die Erde der Mittelpunkt des Universums sei, sondern die Sonne.

Wesentliche Veränderungen durch das Fernrohr bzw. Teleskop

Das Weltbild verändert sich: Sonnensystem - Größenverhältnis der Planeten

Vor über 450 Jahren wurde Galileo Galilei, Erfinder des Fernrohrs, in Italien geboren. In seinen ersten Lebensjahren konnte noch niemand ahnen, welch große Rolle er später spielen sollte. Der Mathematiker, Philosoph und Physiker erfand das lange Metallrohr allerdings nicht als Erstes. Schon zuvor schafften andere Erfinder den Bau eines Fernrohres. Galilei allerdings war derjenige, welcher das Prinzip des Fernrohrs kopierte und es schließlich verbesserte.

Mit seinen Fernrohren war es möglich, noch weiter und besser zu sehen. Schließlich gelang es ihm ein Fernrohr zu bauen, welches die Sicht bis zu den Sternen ermöglichte. Seine Erfindung fand Anklang, sodass andere Forscher sowie Galilei die Sterne beobachteten, indem sie Fernrohre zur Hilfe nahmen.

Galilei war aber der Erste, dem bedeutende Entdeckungen gelangen, welche schließlich das Weltbild dauerhaft verändern sollten.

Sonne als Mittelpunkt des Universums

Sonne, Merkur, Merkurtransit

Zunächst entdeckte Galilei, dass die Mondoberfläche nicht wie bisher angenommen glatt sei. Vielmehr besäße der Mond eine raue, unebene und zerklüftete Oberfläche, welche zudem voller Krater sei. Auch den Planeten Jupiter konnte Galilei beobachten, wodurch er seine vier Monde entdeckte. Auch dunkle, seltsame Flecken, welche sich auf der Sonne abbildeten, erspähte er mit seinem Fernrohr. All seine Entdeckungen schrieb Galilei in einem Buch nieder, welches sich schnell gut verkaufte.

Obwohl er Probleme mit der Kirche bekam, hielt Galilei an seinen Entdeckungen fest. Schließlich gelangte er zu einer für die gesamte Welt wichtigen Erkenntnis. Nicht die Sonne drehe sich um die Erde, sondern die Erde um die Sonne. Bereits Kopernikus stellte die Theorie einige Jahre vor Galilei auf, konnte sie aber nicht mit Beweisen unterlegen.

Galilei allerdings war dazu in der Lage, sodass durch ihn das geozentrische Weltbild durch das heliozentrische Weltbild ersetzt werden konnte. Obwohl die Kirche diese Erkenntnis anfocht, gelang es Galileo, die Sonne als Mittelpunkt des Universums festzulegen. Die tatsächliche Bestätigung, die Sonne sei das Zentrum des Universums, wurde allerdings jahrelang durch die Kirche nicht getätigt, sodass die Erkenntnis erst viele Jahrzehnte nach Galileis Tod anerkannt wurde.

Vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild

Mit der Erfindung des Fernrohrs durch mehrere Wissenschaftler und der Verbesserung durch Galilei wurde das Weltbild maßgeblich verändert. Zunächst wurden die Sterne und Planeten aufrichtig beobachtet. Unter anderem wurde dadurch klar, dass der Mond eine raue, mit Kratern übersäte Oberfläche besitzt. Doch die wesentlichste Veränderung des Weltbildes schaffte der Beleg einer Erkenntnis, welche bereits Kopernikus tätigte.

Durch seine Beobachtungen war Galilei in der Lage zu beweisen, dass nicht die Erde, sondern die Sonne das Zentrum des Universums sei. Dadurch wandelte sich das geozentrische Weltbild, in welchem die Erde der Mittelpunkt des Universums sei, in das heliozentrische mit der Sonne als Zentrum. Diese Erkenntnis ist bis heute eine der wichtigsten der Menschheit.

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